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Bärlauch
Geschichte und Volksmund:
Bärlauch wird im Volksmund auch Waldknoblauch genannt. Im Volksglauben heißt es, dass Bären nach dem Winterschlaf nach dem vitaminreichen Kraut suchen und es, wie die Kühe besonders gern fressen.
Verwendung in der Küche:
Bärlauchblätter können frisch, wie Schnittlauch oder Peterilie auf Brot gegessen werden. Kleingeschnittene Bärlauchblätter passen auch gut zu verschiedenen Suppen oder in den Spinat. Als Pesto bietet es eine gute Alternative zu Basilikum.
Die Zwiebeln verwendet man wie Knoblauch.
Gerichte mit Bärlauch im „Billes“ Restaurant:
- Gemüsesticks mit verschiedenen Dips
Sie können unter folgenden Dips 3 auswählen: Bärlauch,
Rote Beete, Frühlingsquark, Kräuter, Thunfisch
Inhaltsstoffe:
Die frischen Blätter enthalten viel Vitamin C, außerdem schwefelhaltige ätherische Öle, denen man verschiedene Heilwirkungen nachsagt.
Anwendungsgebiete:
- Wirkt abtreibend auf Würmer
- Schwach gefäßerweiternd
- Verdauungsregulierend sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung
- Gut bei Arterienverkalkung
- Blutdrucksenkend
- Lindert Wassersucht
- Lindert Lungenverschleimung
- Fördert die Wundheilung bei äußerer Anwendung
- Blutreinigend
- Klärt unreine Haut

Basilikum
Geschichte und Volksmund:
Im Volksmund auch „deutscher Pfeffer“ genannt. Seit dem 12. Jahrhundert
ist Basilikum als Heilpflanze in Deutschland bekannt.
In Indien wurde Basilikumtee zur Erleichterung der Geburt getrunken.
Im Mittelalter galt die Pflanze als Symbol für Fruchtbarkeit.
Verwendung in der Küche:
Die Blätter und Blüten werden entweder frisch oder getrocknet in Salaten, Suppen oder auch Fleischgerichten verwendet. Klassisch wird Basilikum zu Tomate & Mozzarella gereicht. Auch in der italienischen Küche darf dieses Kraut nicht fehlen.
Gerichte mit Basilikum im „Billes“ Restaurant:
- Tomatencremesuppe mit frischem Basilikum und Croutons
Anwendungsgebiete:
- Krampflösend
- Bei fiebrigen Erkältungen
- Bei schlechter Verdauung
- Migräne
- Schlafstörungen
- Akne und Hautinfektionen
- Lindert Insektenstiche

Fenchel
Verwendung in der Küche:
Die grünen Fenchelblätter eignen sich sowohl frisch als auch getrocknet gut zum Würzen von Salaten, Soßen oder Fischgerichten. Aber auch Süßspeisen lassen sich schmackhaft verfeinern. Die Wurzel und die Stängel werden als Gemüse gegessen. Die Fenchelsamen geben Brot, Kleingebäck Gemüse oder Kohlgerichten aber auch Marmeladen oder Puddings einen feinen süßen Geschmack.
Gerichte mit Fenchel im „Billes“ Restaurant:
Gefüllter Fenchel mit Reis
Hildegard von Bingen sagte:
„Wer Fenchel oder seinen Samen täglich nüchtern isst, der vermindert den üblen Schleim oder die Fäulnis in ihm, er unterdrückt den üblen Geruch seines Atems und seine Augen werden klar sehen.“
Sebastian Kneipp:
Auch er schätze den Fenchel besonders. Er empfahl Fencheltee gegen Husten, Bronchialkatarrh, Asthma, Keuchhusten, Magendarmschwäche.
Anwendungsgebiete:
Die Anwendungsmöglichkeiten von Fenchel sind vielfältig.
Bereits in der Antike war Fenchel als Arzneipflanze bekannt.
- Entgiftend
- Blutreinigend
- atembefreiend
- lindert Blähungen und Bauchschmerzen
- hilft bei entzündetet Augenliedern
- krampflösend
- harntreibend

Holunder
Geschichte und Volksmund:
Holunder gehört bereits seit 60 Millionen Jahren zu Pflanzenwelt unserer Erde. Bereits der Arzt Hippokrates erkannte im 5. Jahrhundert v.Chr. die medizinische Bedeutung vom Holunder. Nach alten Überlieferungen soll man vor einem Holunderstrauch den Hut abnehmen.
Verwendung in der Küche:
Hauptsächlich werden die Beeren des Holunders verarbeitet. Aber auch Blüten und Blätter können verwendet werden.
Gerichte mit Holunder im „Billes“ Restaurant:
Holunder-Buttermilch-Pfannkuchen
Inhaltsstoffe:
- enthält an Zuckern nur Fruchtzucker und Traubenzucker
- enthält einen hohen Anteil an Mineralstoffen v.a. Kalium und Phosphor
- hoher Vitamin C-Gehalt
- die Blüten enthalten einen hohen Anteil an ätherischen Ölen
Anwendungsgebiete:
- schweißtreibend bei fiebrigen Erkältungen
- wirkt positiv auf Nieren und Leber
- Holunderbeersaft wirkt unterstützend auf das Immunsystem
! Die Beeren dürfen nicht roh gegessen werden, nur gekocht.

Majoran
Geschichte und Volksmund:
Majoran war bereits den alten Römern, Griechen und Ägyptern bekannt. Hier galt Majoran als Wunderkraut mit außergewöhnlichen Heileigenschaften.
Verwendung in der Küche:
Das Kraut kann frisch verwendet, aber auch getrocknet werden. Es ist ein klassisches Wurstgewürz. Auch in Suppen, oder Pilzgerichten kommt Majoran gut zur Geltung.
Gerichte mit Majoran im „Billes“ Restaurant:
Thüringer Rostbrätel vom Holzkohlegrill mit
Majoranzwiebeln und Bratkartoffeln
Anwendungsgebiete:
- Verdauungsfördernd
- Äußeres Antiseptikum
- Häufig verwendet als Kräuterkissen
- Insektenvertreibend

Meerrettich
Verwendung in der Küche:
Meerrettich ist sehr gut geeignet für Brotaufstriche. Suppen und anderen Gerichten verleiht er eine feine Schärfe.
Gerichte mit Meerettich im „Billes“ Restaurant:
Rote Beete-Suppe mit Meerettich
Inhaltsstoffe:
- Senföle
Anwendungsgebiete:
- harntreibend
- verdauungsfördernd
- senkt Cholesteringehalt in Blut
- wird bei Asthma, Bronchitis und Halsschmerzen empfohlen
- hilft bei Gicht und Wassersucht
- Meerrettich wird zum Waschen von Sommersprossen empfohlen

Melisse
Geschichte und Volksmund:
Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Honigbiene. Früher galt die Melisse als „Honigspender für Bienen“. Der Volksmund bezeichnete sie als „Herztrost“ oder auch als „Elexier des Lebens“
Verwendung in der Küche:
Die Blätter eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Sommergetränken. Auch bei verschiedenen Süßspeisen verleiht die Melisse einen letzten „Pfiff“. Die Blätter sollten jedoch stets frisch verwendet werden, da das Aroma sehr schnell verfliegt.
Gerichte mit Melisse im „Billes“ Restaurant:
Zitronenmelisse-Salbei-Kartoffeln mit Honig-Garnelen
Inhaltsstoffe:
- ätherische Öle
- Gerbstoffe
- Bitterstoffe
- Hartze
- Flavonoide
Anwendungsgebiete:
- beruhigend auf Magen und Darm
- hilft bei Einschlafstörungen
- wirkt stärkend und belebend für Herz und Hirn
- Melissenöl ist wirksam gegen Bakterien und Viren
- Fiebersenkend
- Verdauungsfördernd
- Krampflösend
- Wirkt hemmend auf die Aktivität der Schilddrüse
- Hilft bei Depressionen und negativen Gedanken

Petersilie
Geschichte und Volksmund:
Die Petersilie ist seit mehr als 2000 Jahren bekannt und wurde früher
auch für sakrale Zwecke verwendet.
Verwendung in der Küche:
Die Wurzel kann als Gemüse verzehrt werden.
Die dekorativen Blätter eignen sich hervorragend zum Garnieren und Würzen von Soßen, Füllungen, pikanten Speisen und zu Fisch.
Gerichte mit Petersilie im „Billes“ Restaurant:
- Rumpfsteak mit Petersilienwurzelgemüse und Rosmarinkartoffeln
Anwendungsgebiete:
- anregend für Milchbildung
- entwässert
- krampflösend
- entzündungshemmend
- verdauungsanregend
- eingeweichte Blätter und Samen können als Haarspülung verwendet werden
- hilft bei Blasenreizung
Hildegard von Bingen sagte:
„Wer aber im Herzen oder in der Milz oder in der Seite Schmerzen hat, der koche Petersilie in Wein und füge etwas Weinessig und genug Honig bei, und so trinke er oft und es heile ihn…“

Rosmarin
Geschichte und Volksmund:
In der Antike wurde der Rosmarin der Venus geweiht. Rosmarin stand für Treue. So schmückte sich die Braut stets mit Rosmarin. Auch Trauernde legten den Toten Rosmarinzweige auf die Särge als Zeichen der treuen Erinnerung. Königin Isabella von Ungarn soll ihre Kraft und Schönheit im Alter von 72 Jahren durch „ungarisches Wasser“, Rosmarinspitzen in Alkohol zurück erhalten haben. Auch Ihre Gicht und Rheuma soll durch diese Behandlung verschwunden sein
Verwendung in der Küche:
Rosmarin passt hervorragend zu gegrilltem Lamm und Fisch. Auch zu Muscheln, Suppen, Gefügel und Kaninchengerichten ist Rosmarin denkbar.
Rosmarin kann frisch oder getrocknet verwendet werden. In Pulverform behält Rosmarin seine Eigenschaften. Destillate erbringen Öle.
Gerichte mit Rosmarin im „Billes“ Restaurant:
- Bohnenfleisch mit Petersilienwurzelgemüse und Rosmarinkartoffeln
- Rumpfsteak mit Petersilienwurzelgemüse und Rosmarinkartoffeln
Inhaltsstoffe:
- Kampferöle
- Flavonoide
- Phenol- und Karnosinsäure
- Bitterstoffe
- Harze
Anwendungsgebiete:
Rosmarin sollte sparsam verwendet werden, da er in großen Mengen schädlich sein kann. Auch in der Schwangerschaft sollte man Rosmarin meiden.
Wohl dosiert wirkt Rosmarin vielfältig:
- Verdauungsfördernd (als Rosmarinwein verdauungsstabiliesierend)
- Fördernd auf die Leberfunktionen
- beruhigend auf das Herz
- positiv bei Kreislaufbeschwerden
- positiv bei schlechter Durchblutung und schwachen Blutgefäßen
- nervenstärkend
- antiseptisch
- entzündungshemmend
- haarwuchsfördernd
- mindern auf Haarausfall
- hilft bei Kopfschmerzen

Rucola
Geschichte und Volksmund:
Rucola auch Rauke genannt ist ein uraltes Würz- und Salatkraut. Schon die alten Römer nutzten ihn als köstliche Bereicherung für viele Speisen.
Verwendung in der Küche:
Die wohl häufigste Verwendung ist die als Salat. Aber auch zur Verfeinerung von Pizzen, Kartoffen-, Reis- und Nudelgerichten. In Verbindung mit Quark oder Frischkäse ist Rucola ein hervorragender Brotaufstrich.
Gerichte mit Rucola im „Billes“ Restaurant:
- Rucolasalat mit Kirschtomaten, Mozzarella und kross gebratenen Speckwürfeln
Inhaltsstoffe:
- Beta-Carotin
- Asparaginsäure
- Senföle
- Kalium
- Calcium
- Eisen
- Magnesium
- Natrium
- Phosphor
! Rucola sollte stets frisch gegessen werden um den Nitratgehalt so gering wie möglich zu halten. Außerdem sollten die Stiele vor dem Verzehr entfernt werden.
! Zu einem puren Rucolasalat sollte viel Vitamin C aufgenommen werden, um die Nitrosamine zu schwächen. Daher empfiehlt sich die Zubereitung mit Zitrone und Knoblauch.

Salbei
Geschichte und Volksmund:
Die lateinische Bezeichnung „Salvus“ (gesund), „salvare“ (retten, heilen) nehmen Bezug auf seine außergewöhnlichen Heilwirkungen. Bei den Römern galt der Salbei als Prototyp der Heil und Gewürzpflanze. Ein allseits bekannter und ernstgemeinter Spruch aus dem 14. Jahrhundert besagt: „Warum soll ein Mensch sterben wenn Salbei im Garten wächst.“ Auch die Chinesen hatten großes Interesse am europäischen Salbei. Sie tauschten die 3-fache Menge ihres Tees gegen ihn.
Eine Legende besagt:
Als Maria mit dem Jesuskind auf der Flucht war bat sie alle Pflanzen um Hilfe. Nur der Salbei gewährte ihn ihr. Hinter ihm versteckte sie sich vor den Häschern des Herodes. Als Dank segnete sie die Pflanze : „ Von nun an bis in alle Ewigkeit wirst du die Lieblingspflanze der Menschen sein. Ich gebe dir die Kraft, die Menschen zu heilen von jeder Krankheit, errette sie vom Tod, so wie du es bei mir getan hast.“
Verwendung in der Küche:
Salbei kann frisch, getrocknet oder in Pulverform genutzt werden. Es wird ähnlich wie Thymian oder Bohnenkraut bei verschiedenen Fleischgerichten oder auch bei Gänse- bzw. Entenbraten eingesetzt. Auch als Geschmacksveredlung bei Suppen bietet sich Salbei an. Salbei wird auch gern zur Zubereitung von Beizen, Marinaden oder Kräuterölen verwendet.
Gerichte mit Salbei im „Billes“ Restaurant:
- Zitronenmelisse-Salbei-Kartoffeln mit Honig-Garnelen
- Knoblauch-Salbei-Suppe
- Salbeihähnchenbrust auf Zuccini-Tomaten-Gemüse mit Oliven-Kartoffelpüree
Inhaltsstoffe:
- 2,8 % ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe
- Flavanoide
Anwendungsgebiete:
- Antibakteriell durch Phenolsäuren und stark antiseptisch durch Thymon
- Hilft bei Verdauungsstörungen und Leberfunktionsstörungen
- Wirkt heilend und krampflösend
- Wirkt bei Völlegefühl und macht Fette leicht verdaulich
- Hilft nach Aufnahme giftiger Dämpfe oder verdorbenen Speisen
- Positive Wirkung bei Übermäßigem nächtlichen Schwitzen, starkem Speichelfluss, Depressionen und Angstzuständen
- Entzündungen in Hals- und Rachenbereich
! Über längeren Zeitrum sollte Salbei nicht eingenommen werden.
! In Schwangerschaften sollte man auf Salbei verzichten.
Hildegard von Bingen sagte:
„…roh und gekocht ist er für einen gut zu essen, den schlechte Säfte plagen, weil er diese unterdrückt. Nimm aber Salbei, pulverisiere ihn und iss dieses Pulver auf Brot, und es vermindert den Überfluss an schlechten Säften in dir…“

Thymian
Geschichte und Volksmund:
Thymian wurde im Altertum wegen seines Aromas in Gartenkulturen gehalten. Er galt auch als Symbol des Todes, denn man glaubte, dass die Seelen der Toten in die Blüten einziehen.
Verwendung in der Küche:
Thymian ist ein Allroundgewürz für deftige Speisen. Es wird frisch, als ganzes Kraut, getrocknet oder auch in Pulverform angeboten. In der Küche ist es vielseitig verwendbar. Zum Beispiel für Suppen, Fleischgerichte, Öle, Marinaden oder auch als Kräuterbutter.
Gerichte mit Thymian im „Billes“ Restaurant:
- Frischer Marktsalat der Saison mit Hähnchenfiletstreifen.
Hierzu können sie aus unseren Hausdressings wählen: Thymian-Zitrone, Joghurt, Honig-Senf,
- Zarte Schweinelendchen mit Tomaten-Artischocken-Gemüse und Thymian-Bandnudel
Inhaltsstoffe:
- ätherische Öle
- Alkohole
- Tannine
- Flavonoide
- Sapotine
Anwendungsgebiete:
- hochwirksames Antiseptikum
- Thymianöl wirkt 20 mal stärker als Karbolsäure
(= gebräuchlichstes Desinfektionsmittel)
- bakterizid
- Mundspülungen helfen bei Zahnfleischerkrankungen
- Als Tee ist er wohltuend bei Erkältungen.
- Wirkt schweißtreibend
- Schleimlösend bei Lungenerkrankungen
- Beruhigend auf den Verdauungstrakt
- Krampflösend
- Als Bäder wirkt es positiv bei Rheumabeschwerden
- Als Salbe hilfreich bei Gürtelrose
! In allen Fällen sollten Kräuterfachkundige zu Rate gezogen werden, da Thymianöl auch giftig wirken kann.

Quellen
Großvaters Kräutergarten
Garant Verlag GmbH, Renningen
ISBN: 978-3-86766-729-6
Großvaters Heilkräutergarten
Garant Verlag GmbH, Renningen
ISBN: 978-3-86766-713-9
Kräuterbuch: Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild
Herausgeber: Dr. Fr. Losch
Verlag von J.F. Schreiber, Esslingen & München
Augsburg 1997
ISBN: 3-86047-721-8
Die Kräuterapotheke Gottes
Eva Aschenbrenner
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
ISBN: 3-440-10110-X

